Orlac's Hände

Horrorfilm von Robert Wiene, Österreich 1924

Dem Konzertpianisten Paul Orlac, der bei einem Zugunglück beide Hände verloren hatte, werden die Hände eines gerade hingerichteten Mörders angenäht. Von nun an wird der Pianist von Panikattacken und Ängsten gepeinigt. Er glaubt, mit den Händen des örders auch dessen Vorliebe zum Töten übernommen zu haben. Seltsame Zeichen und unheimliche Drohbriefe verstärken diese Ängste. Als sein Vater, mit dem er verfeindet war, getötet wird, gerät der Pianist unter Mordverdacht. Er findet erst wieder Ruhe, als er das Komplott aufklären kann.

Spätexpressionistischer Stummfilm, der realistische Kriminalfilm-Motive mit Elementen der seinerzeit noch jungen Wissenschaft der Psychologie verbindet und damit die Bewusstseinslage der unsicheren 20er-Jahre zum Ausdruck bringt. Ein beeindruckendes Spiel mit Licht und Schatten. (Lexikon des internationalen Films)

EisTon hat zu diesem Film eine neue Musikbegleitung arrangiert, die sich zwischen Komposition und Improvisation bewegt und sich nach dem Projekten: "Die weiße Hölle vom Piz Palü" und "Nanook Of The North" wieder einem großartigem Film widmet.

EisTon führt die Zuschauer und Zuhörer mit Orlacs's Leitmotiv durch den Film und zeichnet mit vielen akustischen Effekten ein musikalisches Bild der Ängste und Panikattacken von Paul Orlac . Die Neuvertonung erfolgt zu einer Nachbearbeitung des Filmes mit erklärenden Zwischentiteln und hat eine Länge von 90 min. Weitere Infos gibt es auch unter: www.audio-obscura.de